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Kriegsdienst eine Wahlmöglichkeit für Christen? Offener Brief


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Abgeschickt von Edgar Kaufmann am 22 Juni, 2001 um 23:37:54:

Betreff: Zu Ihrer Webseite zum Krieg gegen Jugoslawien/Kosovo-Krieg
An: kdv.ulm@reichg.de

Guten Tag,

auf Ihrer Webseite schreiben Sie, man hätte von unserer Seite
aus versäumt, frühzeitig etwas gegen die Entwicklung dieses
Konflikts zu tun.

Hier zwei (es gibt noch mehr) Kurzfassungen von Artikeln, die
zeigen, daß sehr wohl etwas getan wurde, um - im Gegenteil - den
Konflikt zu schaffen.

Ich weiß, sie sind für Glaube zuständig, aber ich bitte Sie sich
auch um die Information zu kümmern und dies auch angemessen auf
Ihren Webseiten und Schreiben zu berücksichtigen. Mit der
Wahlmöglichkeit zum Kriegsdienst, die sie auch unterstützen,
öffnen sie faktisch den Weg zum heimtückischen Massenmord: Es
gab etwa 2000 Tote bei unserer Bombardierung Jugoslawiens und
viele Verletzte.

Wissen Sie was Sie tun?

Gruß
Edgar Kaufmann

Monitorartikel und Artikel aus TheEuropean Magazin

Anstiftung und Unterstützung der UCK zu Terrorüberfällen im
Kosovo durch Kohl in 1990/91 bzw. Vorbereitung des NATO-Kriegs
gegen Jugoslawien (Kosovo-Krieg)

Monitor-TV-Sendung vom 24.9.1998, Beitrag: "Deutsche Lieferung
illegaler Rüstungsgüter nach Albanien" (irreführende Überschrift
- Ziel ist nämlich der Kosovo)
Bericht: Jo Angerer / Volker Happe, Kamera: Holger Russek,
Schnitt: Ursula Herrmann. Das Manuskript ist urheberrechtlich
geschützt, weshalb hier nur die Kernaussagen wiedergegeben
werden können.
Das Manuskript dieser Sendung (gesprochener Text) ist auf
Bestellung kostenlos erhältlich beim "Westdeutscher Rundfunk
Köln", WDR, 50600 Köln, (dies ist die vollständige Adresse
-Großunternehmen); Kurztext der Sendung unter
http://www.wdr.de/tv/monitor/archiv/1998/09/24.html gegewärtig
sind alle MONITOR-Sende-Manuskripte vor dieser Sendung - und
eine Sendung danach - (Stand 29.Aug.2000) als herunterladbare
Datei vorhanden, genau diese aber nicht!?

Hier eine Kurzfassung von mir:

Kern-Inhalte dieser MONITOR- Sendung:

· der deutsche Bundesnachrichtendienst (BND) unterhält eine sog.
Legale Residentur in der deutschen Botschaft der albanischen
Hauptstadt Tirana.
· 1990 und 1991 hat diese BND Niederlassung mit mehreren
illegalen Rüstungslieferungen zu tun, die in Deutschland, beim
Militärischen Abschirmdienst (MAD) in Köln, eingefädelt wurden.
· Ein damaliger MAD-Mitarbeiter war an den geplanten Lieferungen
beteiligt und berichtet, daß sie, gemäß seinem Vorgesetzten,
"von ganz oben" gewünscht wurden. Ein weiterer an der Aktion
beteiligter Informant bestätigt dies ebenfalls. Die Aussagen
liegen Monitor vor. Die Informaten wollen unerkannt bleiben, da
die Aktion heute noch strengster Geheimhaltung unterliegt. Das
Bundesverteidungsministerium bestreitet diese MAD-Lieferungen
nach Albanien gegenüber MONITOR.
· Nahe der Grenze zwischen Kosovo und Albanien durchsuchen
serbische Soldaten Waffenschmuggler, finden Gewehre, Munition
und "auch High-Tech-Waffen wie zum Beispiel diese Panzerfaust
vom Typ Armbrust, für die Bundeswehr entwickelt von der
deutschen Rüstungsschmiede MBB gefertigt unter deutscher Lizenz
in Singapur, jetzt in den Händen albanischer Separatisten (...)"
· Weitere Lieferungen und Guerillaunterstützung durch den MAD
(in 1990 und 1991):
· "mehrfach elektronische und optische Überwachungstechnik,
sowie anderes nachrichtendienstliches Gerät, zum Beispiel
Funktechnik", "militärische Aufklärungstechnik"
· "MAD-Angehörige bilden in Tirana albanische
Geheimdienstmitarbeiter an diesen Geräten aus" . Auch dies
bestreitet das Bundesverteidungsministerium. "Doch merhere
Augenzeugen aus dem BND und MAD bestätigten gegenüber MONITOR:
Mitarbeiter der Schule für das Nachrichtenwesen der Bundeswehr
in Bad Ems waren wiederholt zu diesem Zweck in der albanischen
Hauptstadt Tirana. Genauso wie Mitarbeiter der Abteilung 3 des
MAD in Köln." (Der ausschließliche gesetzliche MAD-Auftrag
besteht allerdings darin Spionage und Sabotage von der
Bundeswehr abzuwehren.) Soweit die illegalen Aktivitäten...
legale Aktivitäten bestanden überdies in:
· Oktober 1996: gemeinsame Übungen von Soldaten der Bundeswehr
mit albanischen Militärs.
· Vorher: Lieferungen von Militärfahrzeugen, Kampfausrüstungen
und Triebwerke für Kampfflugzeuge aus Bundeswehrbeständen nach
Albanien.
· Resümee des Reporters: "Militärgerät aus Deutschland, hier
wird es eingesetzt, im Kosovo. Ein blutiger Krieg, der noch
lange dauern wird. Bislang starben hier viele Menschen.
Zehntausende sind auf der Flucht."

MONITOR Nr. 440 vom 24.09.98

Krieg im Kosovo: MAD lieferte Rüstungsgüter nach
Albanien
Bericht: Jo Angerer, Volker Happe

Seit Monaten tobt im Kosovo ein blutiger Kampf zwischen
albanischen Separatisten und serbischen Soldaten und
Sicherheitskräften. Mit dabei auch diesmal: deutsche Waffen. Sie
wurden teils illegal, teils mit Wissen deutscher Behörden
geliefert.
-----------------

Wichtige Zusatzinformation - ebenfalls zum Kanzler Kohl's
"Anstiftung zu Handlungen, die geeignet sind das friedliche
Zusammenleben der Völker zu stören..." ( Zitat aus:
Strafgesetzbuch der BRD)

Rechtlicher Hintergrund - Grundgesezauszug:
Artikel 26 Verbot eines Angriffskrieges
(0) Handlungen, die geeignet sind und in der Absicht vorgenommen
werden, das friedliche Zusammenleben der Völker zu stören,
insbesondere die Führung eines Angriffskrieges vorzubereiten,
sind verfassungswidrig. Sie sind unter Strafe zu stellen.


Die wichtigsten Passagen des Textes sind sehr direkt übersetzt.
Dem Inhalt nach, wäre ein anderer Titel angemessener: Wie
Deutschland bzw. Kohl den Kosovo-Krieg anzettelte.

Quelle: "The European Magazin" Sept. 21-27, 1998,
Titel: Wie Deutschland die UCK unterstützte, ("How Germany
backed KLA")

Übersetzung von Kernaussagen:

Die Bewaffnung der militanten Kosovaren (durch die
Kohlregierung, d.V.) , hat gemäß französichen diplomatischen
Quellen, zu schweren Mißstimmungen zwischen dem
Bundesnachrichtendienst (BND) und dem USA-Geheimdienst CIA
geführt.
(...)
Pierre-Marie Gallois, ein pensionierter französchischer General
und geopolitischer Spezialist, ist überzeugt (belives), daß es
einen definitiven Wunsch in einigen Kreisen deutscher
Entscheiderkreise gab, die Serben zu destabilisieren. Er sagte
dem EUROPEAN: Die Kosvokrise hat eine Trennung zwischen
Deutschland und den USA eingeleitet. Washington war klar, daß
der Druck auf die Kosovaren hin zu einer militärischen
Konfrontation mit Milosevic, wie die Deutschen ihn wünschten,
einen Bummerangeffekt im Balkan haben würde.

Die USA übten massiven Druck auf Deutschland aus, die im
Geheimen stattfindende Unterstützung der UCK zu stoppen, was
auch andere europäische Länder taten, wie zum Beispiel
Großbritannien und Frankreich.

Die Geburt der UCK in 1996 fiel zusammen (coincided) mit der
Berufung von Hans-Jörg Geiger als neuen BND-Chef. Eine seiner
ersten operativen Entscheidungen war der Aufbau einer der
größten regionalen BND-Niederlassungen in Tirana, der
albanischen Hauptstadt. Das BND-Personal hatte den Auftrag,
*Rekruten für die Kommandostruktur der UCK auszuwählen *- aus
500.000 Kosovaren in Albanien.

Der MAD und Spezial-Einsatzkräfte wie das KSK, werden als
Unterstützer beim Training und der Belieferung mit
Funkausrüstung betrachtet. Reporter des Kosovokonflikts, die
anfang dieses Jahres Einsätze der serbischen Polizei und
Spezialeinheiten gegen die UCK beobachteten, [B]waren überrascht
einige UCK-Kämpfer in Bundeswehrkampfanzügen[/B] mit erkennbaren
Zeichen vor den Fernsehkameras zu sehen .

Waffen aus der früheren DDR wurden laut dem Münchner
Geheimdienstspezialisten Dr. Schmidt-Enboom durch den BND nach
Albanien geschmuggelt -für den Einsatz bei der UCK.
---
Ein ähnlicher Artikel soll auch in der Frankfurter Rundschau
erschienen sein, er liegt mir aber nicht vor.
Habe aber - ersatzweise - diesen Verweis gefunden:
"Der BND habe sogar militärisches Führungspersonal ausgewählt,
der MAD habe Kampfverbände geschult und mit
Kommunikationsmitteln ausgerüstet³ (FR,25.9.98).

Wem es eigenartig anmutet, daß davon kaum etwas in unserer
Presse zu erfahren war, kann das Buch von Erich Schmidt-Eenboom,
"Undercover. Der BND und die deutschen Journalisten³ (Köln,1988)
nähere Auskunft geben.
Darin wird eine ganze Liste von Topjournalisten nahezu aller
deutscher Zeitungen als "Presse-Sonderverbindungen³ des BND
aufgeführt. Der - als ein Beispiel - im Zusammenhang mit der
Befürwortung von Militärinterventionen mehrfach sehr offensiv
hervorgetretene außenpolitische Redakteur der Süddeutschen
Zeitung, Josef Joffe, "hatte zuvor in der vom Kanzleramt
finanzierten Stiftung Wissenschaft und Politik in Ebenhausen
gearbeitet. Die Stiftung gilt als BND-nahestehend" (S. 72). Ihr
Gründungsdirektor war Prof. Klaus Ritter, ehemaliger
Auswertechef des BND.



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