Wer wird anerkannt?
Als Kriegsdienstverweigerer wird
anerkannt:
wer aus seinem Gewissen heraus eine
Entscheidung gegen den Kriegsdienst
mit der Waffe getroffen hat;
wer deshalb jeden Krieg und jedes
Töten im Kriege ablehnt (also nicht
nur bestimmte Kriege oder Waffen);
wer glaubt, in eine Gewissensnot zu
geraten, falls er im Kriegsfalle andere
Menschen töten müsste;
wer "glaubhaft" machen kann, d.h.
begründet und ausführt,
dass dies
seinen innersten Wertmaßstäben,
seinen eigenen Ge- und Verboten ent-
spricht (subjektive Glaubwürdigkeit).
Als Indiz für die Glaubwürdigkeit wird
die Bereitschaft gesehen, einen im
Vergleich zum Wehrdienst um drei Monate längeren Zivildienst auf sich
zu nehmen.
Diese Elemente müssen,
egal aus welchen
Gründen (religiösen, humanitären oder
politischen) Du verweigerst, den
Kern Deiner Begründung ausmachen.
Es geht also darum, im Lebenslauf und in
der Begründung Erlebnisse, Einflüsse, Ge-
danken etc. darzustellen, die Dein Gewissen
geprägt haben. Auf diesem Hinter-
grund musst Du deutlich machen können,
dass Du in eine Gewissensnot, in einen
unlösbaren inneren Konflikt kommen wür-
dest, wenn Du gegen Dein Gewissen ver-
stoßen müsstest.
Wie jeder Wehrpflichtige ...